FHNW.1

UHU (Phase 1)

Long Title: Universities Hosting United (Phase 1)
Leading
Organization:
Fachhochschule Nordwestschweiz
Participating
Organizations:
Haute École Spécialisée de Suisse occidentale
SWITCH - Teleinformatikdienste für Lehre und Forschung
Other
Partners:
Fachhochschule Ostschweiz
Zürcher Fachhochschule
Scuola Universitaria Professionale della Svizzera Italiana
Berner Fachhochschule
Hochschule Luzern
Domain: ELS
Status: finished
Start Date: 01.01.2010
End Date: 31.07.2010
Project Leader: N. Lang

Ist ein gemeinsames Hosting eines oder mehrerer Learning Management Systeme die Lösung der Zukunft? Diese Machbarkeitsstudie zeigt, welchen Bedarf und welche Möglichkeiten die Schweizer Hochschulen in diesem Bereich sehen, und ob der gemeinsame Betrieb von LMS den Service, die Verfügbarkeit und das Kosten-Nutzen-Verhältnis wesentlich verbessern könnten.

(siehe auch Phase 2: UHU implementation)

Resultate

Die detallierten Ergebnisse finden sich im Abschlussbericht des Projektes.

Innerhalb dieser Machbarkeitsstudie wurden

  1. die Bedürfnisse und Anforderungen der Businessapplikationsdienste (SBA) und der Informatikdienste (FID) an Hochschulen in Hinblick auf LMS-Produkte und gemeinsame Hosting-Angebote erfasst,
  2. zu unterstützende Plattformen vorgeschlagen und evaluiert sowie
  3. ein Konzept für die Erbringung der geforderten Leistungen, entweder durch den kooperativen und nachhaltigen Betrieb einer eLearning-Plattform an einer Hochschule (intern) oder alternativ durch einen externen Dienstleistungsanbieter erstellt.

Von den an der Befragung teilnehmenden Hochschulen ist eine Mehrheit, welche eine Grössenordnung von ca. 50'000 Usern repräsentiert, grundsätzlich an einem Outsourcing-Dienst für Moodle interessiert. Weitere Aktivitäten für die Konzeptionierung und Realisierung eines gemeinsamen, skalierbaren und nationalen Moodle-Diensteangebots erscheinen deshalb sinnvoll. Die Nachfrage nach ILIAS- und OLAT-Hosting-Diensten fiel hingegen vergleichsweise gering aus (OLAT wird von einigen Hochschulen bereits als Dienst bezogen).

Es ist geplant, ein Folgeprojekt zur konkreten Umsetzung eines gemeinsamen LMS-Hosting einzureichen. Darin könnten auch diejenigen Abklärungen erfolgen, welche innerhalb dieser Umfrage nicht genügend detailliert möglich waren (z.B. Anbindungsmöglichkeiten, Total Cost of Ownership, Service-Level-Agreement).

Ausgangslage

In den Fachhochschulen der Schweiz haben sich bis heute drei Learning Management Systems (LMS) etabliert: Moodle als de Facto Standard, sowie OLAT und ILIAS. Die FID (Fachkommission Informatikdienste der KFH) und ihre Subkommission SBA (Subkommission Businessapplications) rechnen damit, dass die Anforderungen an die zentralen Dienste (Informatik und Businessapplikationen) für den Betrieb von LMS kontinuierlich wachsen werden.
Es stellt sich die Frage, inwieweit der Betrieb desselben LMS-Produktes an verschiedenen Standorten heute noch Sinn macht. Die Vermutung liegt nahe, dass die Kosten des dezentralen Betriebes insgesamt zu hoch sind, bei gleichzeitig unzureichendem Support und damit ungenügender Qualität der Dienstleistungserbringung.

Ziele

Das Ziel des Projekts UHU (ursprünglicher Titel "eLearning Infrastruktur FH/UNI) ist das Erstellen einer Machbarkeitsstudie zum gemeinsamen Betrieb eines oder mehrerer LMS.
Es werden im Rahmen dieser Abklärungen nur die Produkte Moodle, OLAT und ILIAS in Betracht gezogen. Dabei sollen folgende Kriterien berücksichtigt werden:

  • Erfassung der Bedürfnisse und Anforderungen der FH-Businessapplikationsdienste (SBA), der FH-Informatikdienste (FID)
  • Klärung der Mandantenfähigkeiteder Lösungen und der Anbindungsmöglichkeiten an die Schuladministrationssysteme (z.B. Evento, eAcademia, SAP etc.) und dem Identity-Management der Hochschulen (zwingend AAI-fähig)
  • Evaluation und Vorschlag einer zu unterstützenden Plattform
  • Abschätzung der Total Cost of Ownership (TCO) einer zentralisierten Lösung
  • Organisationelle und rechtliche Aspekte einer zentralen Lösung
  • Technische Aspekte einer zentralen Lösung (Skalierbarkeit, Sicherheit)
  • Konzept für die Erbringung der geforderten Leistungen, entweder durch den kooperativen und nachhaltigen Betrieb einer eLearning Plattform an einer Hochschule (intern), oder alternativ durch einen externen Dienstleistungsanbieter
  • Erstellung eines Modells für bedarfsgerechte Supportleistungen

Nutzen

  • Durch die Auslagerung erreichen die Fachhochschulen eine höhere Leistungsqualität bei gleichzeitig verbesserter Kooperation auf nationaler Ebene.
  • Den Endbenutzern wie Lehrenden und Studierenden wird eine hohe Verfügbarkeit der Services gewährt.
  • Die Informatik- und Businessapplikationsdienste der FH sind gemeinsam mit SWITCH in der Lage einen qualitativ hochwertigen Service anzubieten.
  • Das Outsourcing bzw. der gemeinsame Betrieb von geschäftskritischen Webapplikationen wurde an FHs bisher noch kaum praktiziert. Das Projekt hat daher einen starken Innovationscharakter.

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