HSLU.1

Vorprojekt TINA

Long Title: Vorprojekt "Tools for Innovation Actors in Living Labs"
Leading
Organization:
Hochschule Luzern
Domain: VO
Status: finished
Start Date: 17.09.2010
End Date: 28.02.2011
Project Leader: J. Meissner
Deputy Project Leader: R. Portmann

Wie kann die organisationsübegreifende und transdisziplinäre Zusammenarbeit, wie sie in Living Labs gelebt wird, optimal unterstützt werden? Damit Teams prozessorientiert und ohne Medienbrüche an ihren Innovationen arbeiten können, braucht es ein angepasstes Instrumentarium. Dieses Vorprojekt wird ein auf Living Lab-Bedürfnisse abgestimmtes Tool-Portfolio definieren, welches die Anforderungen an Funktionen und Prozesse erfüllen kann.

Resultate

Gemäss der Zielsetzung des Vorprojektes wurden als Resultat die Grundlagen für die Realisierung eines Instrumentariums für Living Labs erarbeitet.

Komponente Beschreibung
LL-Definition Zur Definition des Begriffs Living Labs wurde ein Berichtsteil erstellt. Dieser beruht auch auf Erkenntnissen aus dem Besuch der Living Lab Summer School 2010 in Paris und dem Industrial Forum 2010 in Rom.
LL Projektprozesse Erhebung unter den im European Network of Living Labs gemeldeten Living Labs (LLs). Die Umfrage ergab, dass vollkommen verschiedene Lösungen im Einsatz sind, allen voran fragmentarisch aus mehreren Medien zusammengesetzte Lösungen.
Wichtigste Funktionsanforderungen für ein LL Tool
  • Dokumentenmanagement
  • Desktop- und File-Sharing
  • Audio- und Video-Conferencing
  • Messaging
  • Projektmanagement und -controlling
  • Wissensmanagement
  • Kreativitätssupport
  • Zentrale Authentifzierung und sichere Verwaltung
  • Interface für Social Software
  • Unterstützung eines Open Innovation Prozesses

Ein "Kontaktboard" soll alle aktuell möglichen Kommunikationsmöglichkeiten zu anderen LL Teilnehmenden aufzeigen. Speziell sollen auch Planung, Durchführung und Aufarbeitung von Meetings unterstützt werden. Ebenso zentral sind Anbindungen von Wissensdatenbanken für den effizienten Zugriff auf Informationen (CollabCloud; SMILA). Externe Webapplikationen sollen mit einer AAI-basierten Authentisierung aufgerufen werden können.
Ein potenzielles Tool sollte eine kostenlose Open Source-Grundvariante enthalten sowie kostenpflichtige Zusatzdienste zur professionellen Nutzung.

LL Toolportfolio Grundsätzlich sollten die eingesetzten Tools benutzerfreundlich und kompatibel mit anderer Software sein und gegenseitiges Feedback zwischen LL-Teilnehmern und LL-Stakeholdern kanaliseren.
LLs werden hauptsächlich mit Bezug zur Regionalentwicklung, zu Hochschulprojekten, Clustern und Technoparks sowie im Zusammenhang mit Business Verbänden realisiert. Somit sollten sich die verwendeten Tools auch auf diese spezifische Zielgruppe ausrichten (TINA auf Hochschulen mit ihren besonderen Anforderungen an Forschung und Entwicklung sowie die Weiterbildung).
Technische Beschreibung Die technische Beschreibung sieht die Entwicklung einer "LL Workbench" vor, durch die das jeweilige Living Lab die geeigneten Applikationen und Funktionalitäten problem-spezifisch auswählen kann. Durch die Zusammenstellung der verschiedenen Applikationen wird die maximale Anpassung an die Situation des LL erreicht. Verschiedene Erweiterungen müssen betrachtet werden (u.a. Sharepoint-Anbindung oder Visualisierungsmöglichkeiten).

Die ensprechenden Berichte sind momentan nicht öffentlich und fliessen in den Antrag für ein Umsetzungsprojekt (Phase 2) mit ein.

Ausgangslage

Living Labs (LL) sind Formen der Nutzergetriebenen Open Innovation im Rahmen virtualisierter Projektorganisationsformen. In Living Labs kommen verschiedenste Forschungspartner

  • aus Hochschulen (Forscher, Dozenten, Projektleiter, IT-Service-Provider),
  • meist kleinen und mittleren Unternehmen und
  • Endkunden

als Innovationsgruppen zusammen, treffen sich regelmässig und pflegen eine enge Zusammenarbeit und einen offenen Wissensaustausch über den gesamten Innovationsprozess hinweg. Projektportfolios werden bearbeitet, mit denen häufig komplexe Lösungen im Sinne von Systeminnovation angestrebt sind.
Living Labs passen sich flexibel und agil an die Innovationsidee an und müssen zudem eine permanente Durchlässigkeit zur Teilnahme verschiedener Akteure unterstützen. Sie unterscheiden sich darin von der klassischen Projektarbeit oder von bereits existenten Virtuellen Organisationen.
Living Labs stellen ein wichtiges Instrument zur nachhaltigen Verbesserung des Wissens- und Technologie-transfers und zur überwindung der Kluft zwischen Hochschulen und Praxis dar.

In der Regel bringen die verschiedenen Living Lab Akteure neben ihrer Fachexpertise auch ihr methodisches Know-how und ihre Infrastrukturen mit ein. Dadurch ergeben sich unterschiedlichste technologische Lösungen. Durch den so am Beginn und im Verlauf eines solchen Projektes bedingten aufwändigen „tech talk“ und die Unklarheit, welche LL-Prozesse jetzt auf welche Weise technologisch abgewickelt werden sollen entstehen viele Unsicherheiten, die den eigentlichen Living Lab-Prozess behindern.

Ziele

Ziel des Vorprojekts ist es deshalb, die Anforderungen an eine geeignete, gemeinsame technologische Basis für verschiedene Living Labs zu definieren. Die genauen Spezifikationen für eine informationstechnische Lösung zur Förderung der Zusammenarbeit in Living Labs sollen erarbeitet werden und in einen neuen Hauptprojektantrag einfliessen.

Beispielsweise werden Funktionalitäten in den Bereichen

  • Projektmanagement- und -controlling
  • Dokumentenmanagement
  • Web-Conferencing plus Audio- und Video-Conferencing
  • Desktop- und File-Sharing
  • Messaging (Chat, Präsenzinformationen, ...)
  • Kreativitätstools (z.B. Mindmapping, Brainwriting, ...)
  • Wissensmanagement (Wiki, Tagclouds, Blogs, RSS...)

nötig sein. Wünschenswerte Grundfunktionalitäten sind bereits als einzelne Tools oder in Learning Management Systemen sowie in Kollaborations- und Groupware-Plattformen vorhanden. Diese Lösungen eignen sich jedoch nur bedingt für die Forschung oder müssen oft individuell angepasst werden, damit sie zielgerichtet eingesetzt werden können.

TINA schliesst an das Projekt "Evaluation VO Tools" an, welches bereits als mögliche Herangehensweise die Entwicklung/Anpassung eines Open Source Tool(sets) für die Bedürfnisse der Schweizerischen Hochschul-Gemeinschaft vorgeschlagen hatte.

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