UNIBAS.2

ITSI (Phase 2)

Long Title: ITSI Phase 2 - Moderne Lernumgebung für den Campus von morgen
Leading
Organization:
Universität Basel
Domain: ELS
Status: finished
Start Date: 01.12.2011
End Date: 31.12.2012
Project Leader: G. Bachmann
Website: http://itsi.ltn.unibas.ch/

Eines der Hauptergebnisse der ITSI Phase 1 war, dass Studierende wie Dozierende eine moderne IT-gestützte Lernumgebung wünschen, nicht jedoch eine Virtualisierung der Lehre. Ziel des Nachfolgeprojekts ITSI Phase 2 war es, gemeinsam mit den diversen zuständigen Stellen der Universität Basel und externen ExpertInnen verschiedener Fachrichtungen und Hochschulen Herausforderungen und Lösungsansätze für diese IT-gestützte Lernumgebungen auf dem "Campus von morgen" zu skizzieren sowie machbare Optionen für die Umsetzung aufzuzeigen.

Siehe auch ITSI Phase 1 – IT-Service Integration in Studium und Lehre und ITSI Phase 2.1 (extension)

Resultate

Siehe ITSI Phase 2.1 (extension)

Ausgangslage

Ein zentrales Ergebnis der ITSI Phase 1 war, dass bei allen befragten Zielgruppen eine moderne und handhabbare IT-gestützte Umgebung im Vordergrund steht und nicht die Virtualisierung der Lehre. Aus der Studie ist deutlich hervorgegangen, dass der physische Universitätscampus trotz virtueller Lernplattformen nicht an Bedeutung verliert, sondern im Gegenteil für das Lernen zunehmend wichtiger wird. Doch wie genau kann eine solche integrierte "moderne Lehr- und Lernumgebung" aussehen? Dieser Frage wurde im Rahmen einer Workshop-Reihe mit internen und externen ExpertInnen nachgegangen werden. Wie wachsen der virtuelle und der reale Lernraum zusammen - auch vor dem Hintergrund mobiler Technologien?

Ziele

Zur Entwicklung einer Vision für den "Campus von morgen" galt es, anhand unterschiedlicher, jeweils sehr konkreter Szenarien verschiedene interne und externe ExpertInnen und Stakeholder, PraktikerInnen, HochschulentwicklerInnen und Supportinstitutionen an einen Tisch zu bringen. So sollten gemeinsam praktikable Szenarien entwickelt werden, die zugleich (medien)didaktische, curriculare, gestalterische, technische, organisationale, bauliche, rechtliche, betriebliche und finanzielle Aspekte ausreichend berücksichtigen. Zugleich wurde von Anfang an auch der "Weg als Ziel" identifiziert: Durch die gemeinsame Arbeit wurden u.a. organisationale und kulturelle Besonderheiten an der Universität Basel erkannt und anerkannt, verschiedene Perspektiven miteinander ins Gespräch gebracht und damit neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet.

Nutzen

Die Herausforderung, den realen und virtuellen Lernraum auf geeignete Art zusammenzuführen, besteht für alle Schweizer Hochschulen. Das jeweilige konkrete Vorgehen hängt von den individuellen Voraussetzungen und Zielen ab und muss auf diese abgestimmt werden. Durch die Auseinandersetzung mit der eingebrachten externen Expertise sowie durch erste Erfahrungen etwa mit der begleitend zu einem Workshop sowie zur Abschlussveranstaltung eingesetzten "räumlichen Interventionen" und deren Evaluation wurden Pilotprojekte als neuer Zugang zur (iterativen) Wissensgenerierung als probates Mittel identifiziert, um sich den z. T. noch nicht abschätzbaren Anforderungen des "Campus von morgen" zu nähern. Die aus dem Projekt gewonnenen Erfahrungen und vertiefende thematische Beiträge wurden laufend auf dem ITSI-Projektblog dokumentiert und werden für andere Hochschulen im deutschsprachigen Raum durch eine Buchpublikation (print und online) zugänglich gemacht.

Vorgehen

Im ITSI-Projektteam wurden gemeinsam mit den internen Partnern im LearnTechNet fünf je eintägige Workshops konzipiert und geplant, mit jeweils verschiedenen Elementen, bestehend u.a. aus dem Input externer ExpertInnen, Exploration und Diskussionsrunden:

  • "Prüfungsräume: E-Assessment an der Universität Basel?"
  • "Lehrräume: Usability physischer und virtueller Lehrumgebungen"
  • "Lernräume: Die Sicht der Studierenden"
  • "Zwischenräume: Choreographien des Informellen"
  • "Spielräume: Wenn Spiele neue Räume erobern"

Ausgewählte interne Stakeholder sowie externe Peers und ExpertInnen wurden als feste Teilnehmergruppe für die gesamte Workshop-Reihe angefragt. Die Zusammensetzung dieser Gruppe orientierte sich an der grösstmöglichen Vielfalt verschiedener Fachrichtungen, Zielgruppen, beruflicher Identitäten und Expertise. Insgesamt konnten sechs externe ExpertInnen aus der eduhub-Community, zwölf interne Stakeholder (von Studierenden bis zu StudiendekanInnen) sowie acht Mitarbeitende der LearnTechNet-Partner für die gesamte Workshop-Reihe gewonnen werden. Je nach Thema kamen zu dieser festen Teilnehmergruppe noch weitere Stakeholder und ExpertInnen hinzu.

Als Begleitstudien wurde eine Interview-Reihe zu spezifischen Themen (Ist-Zustand des Lern- und Zwischenraumangebots und der Nutzung) sowie zwei Studierenden-Workshops zu virtuellen und physischen Lernumgebungen durchgeführt. Eine erste räumliche "Intervention" mit Dokumentation und Evaluation fand begleitend zum Workshop "Zwischenräume" statt.

Seit September 2012 trifft sich eine aus dem Workshop "Prüfungsräume" hervorgegangene Special Interest Group (SIG) zum Thema E-Assessment an der Universität Basel; sie setzt sich aus einem Teil der Workshopteilnehmenden sowie weiteren interessierten Universitätsangehörigen zusammen. Im April 2013 formierte sich die nationale SIG E-Assessment nach einer Pause neu. Kontakte zu dieser SIG sind gut etabliert; die Leiterin der Basler SIG hat Einsitz in der nationalen SIG. Zur Untersuchung der Eignung unterschiedlicher E-Assessment-Lösungen für die Universität Basel wurde HIS, die Hochschul-Informations-System GmbH, mit der Erarbeitung einer gutachterlichen Stellungnahme beauftragt. Dazu wurden zehn Leitfadeninterviews mit insgesamt 41 Universitätsangehörigen verschiedener Fächer und Gruppierungen durchgeführt.

ITSI wurde an den eduhub-Days präsentiert und mit der Community diskutiert. Ein Projekt-Blog wurde eingerichtet und kontinuierlich geführt. Weitere Präsentationen fanden unter anderem bei einem Workshop der SIG "Personal Learning Environment (PLE)", in einem eduhub-Webinar, als Themenschwerpunkt im Alumni-Heft der Universität Basel und beim jährlichen Seminar "Universitäre Abläufe und zentrale Dienstleistungen" der Verwaltungsdirektion statt.

Aus Termingründen (auch aufgrund der Vielzahl an internen und externen Beteiligten) konnten nur vier der fünf Workshops im Jahr 2012 stattfinden. Als Abschluss der Workshop-Reihe wollte das Projektteam zudem eine öffentliche Veranstaltung organisieren und eine Publikation mit allen Projekterfahrungen erstellen. Aufgrund dieser Verzögerungen wurde eine Verlängerung des Projekts bis Ende April 2013 beantragt.



Ursprüngliche Projektbeschreibung:

Ausgangslage

Mit ITSI sollen die vorhandenen Informations- und Kommunikationstechnologien sowie die damit verbundenen Dienstleistungen zur Unterstützung von Lehre und Studium besser aufeinander abgestimmt und benutzerorientiert ausgerichtet werden. Aus der Ist-Analyse und Bedarfserhebung in Phase 1 resultierte ein umfangreicher Massnahmenkatalog. Phase 2 fokussiert nun auf die künftig zu unterstützenden Szenarien und das Werkzeugportfolio.

Ziele

Aus der zweiten Phase sollen didaktisch, gestalterisch und organisatorisch begründete Szenarien für die Lernumgebung von morgen hervorgehen:

  • im Hörsaal (grosse Gruppe),
  • im Seminar (kleine Gruppe),
  • in der Prüfung (E-Assessment),
  • in der Lerngruppe unter Studierenden (Kooperation),
  • in der Bibliothek (Selbststudium),
  • auf dem Campus (informell),
  • unterwegs (mobil) und
  • zu Hause.

Dazu werden machbare Optionen für die Umsetzung an der Universität Basel erarbeitet.

Nutzen

Die Herausforderung, den realen und virtuellen Lernraum auf geeignete Art zusammenzuführen, besteht für alle Schweizer Hochschulen. Das jeweilige konkrete Vorgehen hängt von den individuellen Voraussetzungen und Zielen ab und muss auf diese abgestimmt werden. Aus der Zusammenschau verschiedener Expertensichten, unabhängig voneinander entwickelter Werkzeuge und Praxisbeispiele werden neue Lösungswege und Ansätze entstehen, von denen sowohl die Universität Basel als auch die beteiligten externen ExpertInnen und Projekte profitieren werden. Eine abschliessende Publikation macht das Wissen für weitere Hochschulen und Organisationen nutzbar.

Vorgehen

Die Lernumgebung von morgen soll nicht grundlegend neu erfunden werden. ITSI Phase 2 knüpft an bestehende und funktionierende Szenarien und gute Beispiele an und baut auf vorhandenen Lösungen auf – zum Beispiel auf die Ergebnisse aus anderen AAA-Projekten.
Für die Entwicklung der einzelnen Szenarien soll deshalb externe Expertise eingeholt werden von:

  • ExpertInnen unterschiedlicher Hochschulen und Fachbereiche,
  • Praxisbeispielen und Erfahrungen anderer Hochschulen,
  • Peers anderer Schweizer Hochschulen, die an ihren Hochschule beauftragt sind Bildungstechnologien (Educational Technologies) einzuführen, moderne digitale Lernumgebungen dafür aufzubauen und entsprechende IT-Services dafür anzubieten,
  • anderen relevanten Organisationen und von
  • Firmen.

In mehreren Expertenworkshops werden didaktisch begründete, gestalterisch sinnvolle und technisch machbare Szenarien erarbeitet und hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit beurteilt. Jedes Szenario wird in Arbeitsberichten dokumentiert, welche die Aspekte Didaktik, Technik, Recht, Machbarkeit, Umsetzungsoptionen und erforderliche Ressourcen beleuchten.

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